DAS ERWACHEN

Es liegt in der Luft, sagt man gerne, wenn etwas so spürbar ist. Obwohl heute bei uns wieder alles weiss verschneit ist, liegt der Frühling in der Luft. Ich spürte ihn, manchmal rieche ich ihn schon, oder ich kann ihn sehen, nämlich dann, wenn die ersten Schneeglögglein ihren Kopf durch die Schneedecke strecken. Dieses zarte Blümlein verfügt über ein fest verankertes Urvertrauen, dass es sich unter so unwirtlichen Bedingungen aus dem geborgenen Schutz von Mutter Erde wagt. Ein Vertrauen, ein Wissen, um den Frühling, der eben nicht mehr fern ist. Die Säfte steigen auf. Die Tage werden schon länger.

Auch wir können die aufsteigenden Kräfte des Frühlings nutzen, um erste Projekte aufzugleisen. Spüren wir die ahnbindung an das Getragen werden von Mutter Erde, verfügen wir automatisch über eine starke ahnbindung zu uns selber. Dies ist die Voraussetzung dafür, in dieser noch fragilen Frühlingszeit, Neues zu entwickeln und umzusetzen.

Für uns gilt es, mit diesen stark vorwärtsstrebenden Kräften mitzugehen und gut abzuwägen, wofür es jetzt wirklich schon Zeit ist, und was noch einen weiteren Monat ruhen soll. Was braucht zur Zeit noch den Schutz der Geborgenheit und kann sich erst zeigen, wenn auch die Temperaturen gestiegen sind?

Die aufsteigenden Kräfte des Frühlings werden zum jetztigen Zeitpunkt noch unterstützt vom Sternzeichen des Wassermannes, der Wasserfrau. Diese wirbelt und sprudelt neue Ideen nur so hervor, um sie vielleicht morgen schon wieder zu verwerfen, um Neue zu kreieren. Auch spornt uns die Wasserfrau an, Ungewohntes und Unerwartetes zu denken, der Inspiration zu folgen. Das heisst nicht, dass all das umgesetzt werden will. Aber es tun sich damit neue, bisher ungeahnte Möglichkeitsräume auf. Diese können zu einem späteren Zeitpunkt weiterverfolgt werden.

Möget ihr euch von eurer Neugier leiten lassen, in Ungeahntes hervorzustossen.